Petra Korn

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Tod im Rems-Murr-Klinikum Winnenden  -  hier geht es nicht mit rechten Dingen zu !


Dies ist die Story einer alten kranken Frau und deren Tochter, die bis heute
nicht damit abschliessen kann, warum gerade ihre Mutter so sterben musste.

Was war geschehen ?

Im Juni 2015 wurde meine Mutter ins Rems-Murr-Klinikum Winnenden gebracht, um zu klären, woher das Fieber kam, das sie zu diesem Zeitpunkt hatte.

Einige Tage lag meine Mutter auf der Hämatologie des Klinikums. Eines Abends war sie plötzlich nicht mehr auf ihrem bisherigen Zimmer.

Sie war auf die Palliativstation verlegt worden. Auf meine sofortige Nachfrage im Schwesternzimmer, wurde mir gesagt, dass die Verlegung nur erfolgt sei, weil man das Zimmer benötigt hätte.

Ich habe das geglaubt.

Leider habe ich mir keine Blutwerte vom Arzt zeigen lassen...
Am Vorabend des Todes meiner Mutter habe ich sie noch besucht.
Sie sagte zu mir, dass sie Schmerzen im Genitalbereich hätte. Ich sagte zu ihr, sie solle das dem Arzt sagen.

Ich sagte noch zu meiner Mutter, dass ich morgen Nachmittag nach einem Auftritt zu ihr kommen würde und verabschiedete mich von ihr.
Ich wusste nicht, dass es das letzte Mal war, dass ich meine Mutter lebend gesehen hatte.

Am nächsten Tag absolvierte ich meinen Auftritt in der Nähe von Stutttgart.
Als ich dann später auf mein Handy schaute, sah ich, dass die Klinik angerufen hatte.
Ich rief zurück.
Am Telefon war der diensthabende Arzt Dr. Marazopoulos. Dieser teilte mir mit, dass meine Mutter tot ist.
Ich bat ihn darum, sie auf ihrem Zimmer liegen zu lassen  und dass ich mich in Begleitung sofort auf den Weg
zum Klinikum machen würde.
Dort angekommen ging ich in das Zimmer meiner Mutter. Ich blieb eine ganze Weile bei ihr und konnte nicht fassen, was passiert war.
Dann wollte ich den diensthabenden Arzt sprechen und wissen, weshalb meine Mutter verstorben war.
Der Arzt zeigte uns den Totenschein. Darauf stand : "Urosepsis mit Verdacht auf Pneumonie".....

Ich war geschockt. Meine Mutter war an einer Sepsis gestorben und das im Krankenhaus.

Ich fuhr nach Hause. Nachdem ich die ganze Nacht über das was geschehen war nachgedacht hatte, fuhr ich in Begleitung früh morgens in die Klinik. Dort lag meine Mutter noch auf ihrem Zimmer. Ich blieb wiederum noch einige Zeit bei ihr. Dann verabschiedete ich mich für immer von meiner Mutter und forderte Einsicht in ihre Patientenakte.

Die Klinik machte Schwierigkeiten. Nachdem ich jedoch meine Generalvollmacht vorgezeigt hatte, bei der Polizei und dem Notar angerufen hatte, erhielt ich die Einsicht.

Mir fiel sofort auf, dass wohl Sepsismarker vorhanden gewesen waren.
Die Stationsärztin war sehr aufgeregt und nervös. Ich verlangte die Aushändigung der Patientenakte.
Dies geschah nicht sofort. Erst nach Tagen holte ich mir die Akte selbst in der Klinik ab.....

Wieder zuhause angekommen studierte ich die Patientenakte meiner Mutter.
Dabei stellte ich einige Ungereimtheiten fest und beschloss deshalb die Klinik wegen fahrlässiger Tötung anzuzeigen. Dies tat dann auch umgehend.

Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart erstreckten sich bis  Ende 2017. Ich hatte ebenfalls erst Ende 2017 eine Anwältin aus Stuttgart in den Fall eingeschalten. Diese besorgte mir die bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart existierende Ermittlungsakte. Allerdings erhielt ich diese erst im März 2018 ausgehändigt. Aus der Akte erfuhr ich, dass es einen Durchsuchungsbeschluss gegeben hatte. Dass man der Klinik jedoch nochmal 1 Woche Zeit dazu gegeben hatte, die Akte meiner Mutter "zusammenstellen" zu können, was ich als skandalös empfinde....

Mir war auch längst aufgefallen gewesen, dass es einen Laborbefund vom 21.6.2015 gab, auf dem stand, dass ein per URI-Kult abgenommener Urinstatus einen Wert von sage und schreibe 1 Mio. n/ml Candida Glabrata ergeben hatte. Auf dem Laborbefund mit der Auftragsnummer 0646010783 v. 21.6.2015 Uhrzeit 12.13 Uhr / Importdatum 29.06.2015 um 11.49 Uhr stand dass der Erreger und die Resistenz ermittelt werden sollten.
Es stand nicht vermerkt, dass es sich um eine Verunreinigung oder eine Kolonisation handeln würde, was den Wert ungültig hätte werden lassen. Es stand nur vermerkt, dass der im VORBEFUND mitgeteilte Verdacht aufgramnegative Stäbchen sich nicht bestätigt hatte ....

Auch war mir aufgefallen gewesen, dass im Entlassbrief an den Hausarzt meiner Mutter stand, dass man sich zu einer komplexen palliativen Behandlung entschlossen hatte..... und dass meine Mutter ihr Leukämiemedikament mit dem Handelsnamen  Tasigna nicht erhalten hatte.

  In der Patientenakte meiner Mutter steht am Todestag vermerkt:
"...massenhaft Pilze..." bei noch ausstehendem Resistogramm....

Die Staatsanwaltschaft lies ein gerichtsmedizinisches Gutachten erstellen.
Leider hat die Gutachterin einfach nur das abgeschrieben, was Prof. Schaich ihr quasi vorgeschrieben hatte.

Im Schreiben des die Gegenseite vertretenden Anwaltes aus Sindelfingen steht, dass es sich bei dem per Urikult ermittelten Wertes von 1 Mio n/ml um eine Kolonisation des Katheters gehandelt hätte.  Ohne Krankheitswert und dass deshalb auch keine Behandlung erfolgt sei.

Nun sollte jeder klar denkende Mensch auf die Idee kommen, einen solch hohen Wert sofort zu überprüfen, den Katheter auszutauschen und dann noch einmal einen Wert vom Labor anzufragen. Das ist jedoch nicht passiert.

Bis zum Todeszeitpunkt am 26.06.2015 um 17.20 Uhr ist die massive Pilzinfektion meiner Mutter nicht behandelt worden. Im Jahr 2015 hatte ich die Krankenkasse meiner Mutter angerufen und verlangt, dass die Abrechnung des RMK Winnenden überprüft wird.

Dies geschah wohl (wurde mir jedoch erst auf Anfrage vor ein paar Wochen mitgeteilt). Ein interner Gutachter des MDK hat daraufhin die Abrechnung des RMK Winnenden überprüft und siehe da - von über 8.000 Euro die das Klinikum ursprünglich von der Krankenkasse eingefordert hatte, wurde ihr letztendlich die Hälfte gestrichen. Und dies, weil meine Mutter nicht wie von der Klinik behauptet, zur Behandlung ihrer Leukämie oder wegen einer palliativen Behandlung eingewiesen worden war, sondern nur zur Klärung, woher das Fieber kam und wegen einem Harnwegsinfekt.
Die Gutachterin aus der Gerichtsmedizin Tübingen schrieb einfach das ab was ihr der Professor für Hämatologie quasi vorgeschrieben hatte. Sie nahm das auch so als gegeben an. Deshalb kam sie zu dem falschen Schluss, dass das Nichthandeln der Ärzte als in Ordnung angesehen werden kann und nicht zu beanstanden sei.

Dies ist jedoch ein riesiger Fehler, wenn man den Inhalt und Ablauf der Geschichte kennt.

Auf Grund all dieser Tatsachen habe ich die Klinik nochmals bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart angezeigt.
Was dann von der Staatsanwaltschaft Stuttgart als Antwort kam, kann man nur als skandalös bezeichnen.

Die Staatsanwältin bezieht sich auf  eine erfolgte Anzeige wegen Totschlags. Das ist grottenfalsch.

Weiterhin schreibt sie, dass die Klinik das Medikament hätte ja auch selbst geben können und dass im
Laborbefund stehen würde, dass der ermittelte Wert ungültig sei .... .

Dies ist schlichtweg falsch. Das steht dort nicht.

Es steht der im Vorbefund mitgeteilte Verdacht auf gramnegative Stäbchen hat sich nicht bewahrheitet !

Mit etwas Wollen hätte man leicht herausfinden können, dass gramnegative Stäbchen einfach nichts mit Candida Glabrata zu tun haben, da dies ein Pilz  ist der zur Gattung der Hefepilze gehört.
Das ist einer Staatsanwältin unwürdig und man stellt sich die Frage, was die Staatsanwältin mit ihrem Tun 
erreichen will ?

Deshalb habe ich wiederum Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart eingelegt, wo der Fall nun wiederum schon seit ca. 2 1/2 Wochen liegt.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass sich die Ärzte strafbar gemacht haben, in dem sie die Pilzinfektion meiner Mutter nicht behandelten. Es muss auch festgehalten werden, dass es bekannt gewesen sein muss, dass meine Mutter an einer Pilzinfektion gelitten hatte. Sonst hätte der diensthabende Arzt niemals so schnell wissen können, dass meine Mutter an einer Urosepsis verstorben war (=Totenschein).

Somit liegt in dem Fall meiner Mutter versuchter Abrechnungsbetrug und unerlaubte Palliativbehandlung mit Todesfolge vor.

Ich werde deshalb Anzeige gegen die Klinik erstatten.

Gleichwohl fordere ich hiermit Angehörige die auch jemanden aus der Familie im RMK Winnenden - Palliativstation verloren haben dazu auf, sich bei mir zu melden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Abrechnungstrick mit der Palliativstation nicht nur bei meiner Mutter stattfand, sondern bei noch viel mehr Patienten.

Sie können mir schreiben unter:
info.pkorn@gmail.com 

Danke !
Petra Korn im Mai 2018